Architektonisch folgt das debis-Haus dem ebenfalls von Renzo Piano erstellten Masterplan für das gesamte Viertel. Auffällig ist vor allem die Fassade aus warmen hellbeigen Terracotta-Platten, die bewusst kalt wirkende Flächen aus Stahl, Glas oder polierten Steinen vermeidet.
Das Gebäude ist in Baukörper unterschiedlicher Höhe gegliedert. Von weitem sichtbar ist der 106 Meter hohe Turm mit dem debis-Logo auf der Spitze, der gleichzeitig ein Entlüftungskamin des Tiergartentunnels ist. Der nach dem Turm zweithöchste Teil des Gebäudes ist ein 23-geschossiges Turmhaus, das den südlichen Abschluss des Gebäudes bildet.
Atrium [Bearbeiten]
Der nördliche flachere Gebäudeteil umschließt das Atrium, von dem es heißt, es habe die gleichen Maße wie das Mittelschiff von Notre-Dame. Durch ein Glasdach wirkt es hell und freundlich. In seinem Inneren befinden sich die Lichtinstallation "Light Blue" von François Morellet und die 12 Meter hohe Maschinenskulptur "Meta-Maxi" von Jean Tinguely. Ursprünglich gedacht als Übergang zwischen öffentlichem und privatem Bereich ist das Atrium seit den Anschlägen vom 11. September 2001 nicht mehr öffentlich zugänglich.
Ökologisches Konzept [Bearbeiten]
Der ökologische Gedanke prägt den Masterplan für das Viertel und besonders das debis-Haus. Ein Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung versorgt die Gebäude mit Wärme und Kühlung. Teile der Fassade sollen durch eine ungewöhnliche zweite Außenhaut aus Glas mit verstellbaren Lamellen eine natürliche Lüftung der Räume auch bei starken Temperaturschwankungen ermöglichen. Die Dachflächen sind großenteils begrünt und Regenwasser wird in Zisternen gesammelt. Es wird für die Toilettenspülung genutzt und speist die anliegende Wasserfläche.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel debis-Haus aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
