Der Widerstand gegen die Planungen begangen nur sehr zögerlich. Obwohl die Pläne von der Stadt nie offiziell abgesegnet wurden, begrüßten doch die meisten Kommunalpolitiker die Planungen. Die Einstellung der damaligen Stadtoberen beschreibt Gottfried Kiesow, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, wie folgt:

 

"Als ich 1966 mein Amt als Landeskonservator übernahm und meinen Antrittsbesuch beim damaligen Oberbürgermeister Georg Buch machte, überreichte mir dieser das Buch von May - eine an sich freundliche Geste, jedoch gegenüber einem Denkmalpfleger eine merkwürdige Auswahl aus den sonst vorhandenen Büchern über Wiesbaden, die man üblicherweise als Gastgeschenke vergibt.[4]"

 

Es begann zunächst eine öffentliche Diskussion zu den Planungen, erst allmählich machte sich Widerstand breit. Obwohl die Planungen letztlich nicht verwirklicht wurden, brachten sie aber eine Spekulationswelle in Gang, der einige wenige Gebäude, wie die Villen Rheinstraße 6 und Viktoriastraße 25, zum Opfer fielen. Ein weiterer Effekt war, dass die Architektur des Historismus weiter nicht genug gewürdigt wurde. Diesem Klima fielen weitere Altbauten zum Opfer, wie beispielsweise Felix Genzmers Alte Feuerwache für ein neues Karstadt-Warenhaus.

 

Heute steht das Villengebiet am Bierstadter Hang unter Flächendenkmalschutz. Es ist wichtiger Bestandteil für Wiesbadens Bewerbung zum UNESCO-Weltkulturerbe als Stadt des Historismus.

 

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Das neue Wiesbaden aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.