Das Schulgebäude wurde in den Jahren 1928 bis 1930 von Ernst May für die Röderberg-Reformschule erbaut. May berücksichtigte dabei sowohl die Prinzipien des "Neuen Bauens" als auch reformpädagogische Gedanken. Vor allem war es ihm wichtig, dass die Schule nicht wie üblich ein kasernenartiger Imponierbau inmitten von Verkehrslärm sein sollte; die Schüler sollten eine Schule im Grünen mit viel Licht, frischer Luft und leichtem Zugang zur Natur bekommen. Das Gebäude wurde als sogenannte Freiflächenschule am Fuß des Bornheimer Hanges im Dreieck zwischen den Stadtteilen Bornheim, Seckbach und Riederwald angelegt; es liegt auf einem großzügigen baumbestandenen Grundstück inmitten von Kleingärten.

 

Die Schule besteht aus einem Hauptgebäude, das fast genau in Nord-Süd-Richtung verläuft und nach Osten ausgerichtet ist. Der Hauptflügel nördlich des zentralen Treppenhauses ist gegliedert dreistöckig mit vielen großen Terrassen; im leicht höhergelegten Erdgeschoss (Hochparterre) befinden sich die Schulbibliothek und vier Klassenzimmer, von denen aus der begrünte Schulhof über einen durchlaufenden Balkon und vier Treppen erreicht werden kann. Die meisten der Räume in den Obergeschossen haben Zugang zu Terrassen. Südlich des Treppenhauses liegt die Aula und anschließend die Turnhalle; beide sind durch Fensterreihen in Höhe des Obergeschosses erleuchtet und können durch eine Front von Falttüren in gesamter Länge nach draußen geöffnet werden.

Verwaltergebäude

 

Der Hauptbau wird im Süden durch das Verwalterwohngebäude abgeschlossen, das in einem Rundling mit Panoramablick endet.

 

Dem nördlichen Haupthaus hangabwärts vorgelagert sind drei parallele Riegel, die im Süden durch einen Quergang mit dem zentralen Treppenhaus verbunden sind. Jeder Riegel enthält vier Klassenräume; der Verbindungsgang ist mit Oberlichten beleuchtet. Die östliche Wand der Klassenzimmer (hangabwärts) besteht aus einer Fensterfront, die vom Fußboden bis zur Decke reicht und den Raum hell erleuchtet; eine Tür erlaubt den unmittelbaren Zugang zur Grünfläche zwischen den Riegeln. Die Sonneneinstrahlung kann im Sommer allerdings zu starker Erwärmung einiger Räume führen.

 

Die Schule war für damalige Begriffe ein Luxusobjekt: Sie wurde mit für diese Zeit ausgesprochen großzügigen Fach- und Wirtschaftsräumen ausgestattet, so mit einer Gymnastikterrasse, Duschen, Speisesaal, Küche und einem Filmprojektorraum. Der Plan für die Lehrküche stammte von Margarete Schütte-Lihotzky, der Schöpferin der Frankfurter Küche. Ernst May hatte im Hof seiner Reformschule ursprünglich auch ein Schwimmbecken angelegt; dieses wurde aber in den 1960er Jahren zugeschüttet. Stattdessen wurden zwei langgestreckte, barackenartige Pavillons in den Schulhof gesetzt, die jetzt Kunst- und Werkräume, einen Billardraum und eine Schülerdisko beherbergen.

 

Die Weltwirtschaftskrise verzögerte die Bautätigkeit. Am 23. September 1930 konnte die Röderberg-Reformschule einziehen, die zugleich in Friedrich-Ebert-Schule umbenannt wurde. Schon 1933 wurde sie im Dritten Reich in Dietrich-Eckhart-Schule umbenannt, und Lehrerschaft, Schüler und Unterrichtsprinzipien wurden strikt auf NS-Ideologie ausgerichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zum Lazarett umgewidmet; nach dem Krieg wurde es in dieser Funktion von den amerikanischen Truppen weitergenutzt und schließlich 1954 der wiedererstandenen Friedrich Ebert-Schule zurückgegeben.

 

Hier wurde 1956 ein staatlicher Modellschulversuch eingeführt und die Schule als Tagesheimschule mit Ganztagsunterricht geführt (ab 1965 ausschließlich), die erste derartige Modellschule in Hessen. Im Gegensatz zu späteren Konzepten der Ganztagsschule gab es nachmittags keinen Unterricht, sondern nach Mittagessen und für die Kleinen Mittagschlaf vielfältige Spiele, Basteln und Hausaufgabenbetreuung durch Erzieherinnen.[1]

 

1977 zog die Friedrich-Ebert-Schule um, und die Hallgartenschule konnte das Gebäude beziehen. In den Jahren 1997 bis 1999 spendierte die Stadt Frankfurt der Schule eine umfassende Sanierung, in der das Gebäude nach modernen Bauvorschriften, jedoch möglichst originalgetreu durch das Frankfurter Architekturbüro hgp Architekten wiederhergestellt wurde. Alle Gänge und Räume sind weiß und hell.

 

Der Straßenbau hat inzwischen die Pläne von Ernst May überholt: Direkt gegenüber verläuft die aufgeständerte A 661 (Abschnitt Kaiserleikreisel bis Unfallkrankenhaus) und umtost die Schule mit Verkehrslärm. Die geplante Riederwaldspange mit Anschluss zur A 66 (Richtung Hanau) wird diese Situation voraussichtlich verschärfen.

 

 

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