Das Gebäude befindet sich auf einem 2,1 Hektar großen Grundstück, direkt am Atlantik im Küstenviertel Cabo Llanos zwischen dem Hafen von Santa Cruz de Tenerife und dem von César Manrique entworfenen Parque Maritimo. Das segmentförmige Grundstück des Gebäudes selbst beträgt 13.200 Quadratmeter. Das Auditorio wird von einem 16.289 Quadratmeter großen Platz (Plaza Alisios) umgeben. Dieser Platz dient auch für Open-Air-Veranstaltungen. Die Geschossfläche inklusive des 1200 Quadratmeter großen Foyers und den beiden Sälen weist 6300 Quadratmeter auf.[2]
Der 60 Meter breite Sockel schwingt sich sichelförmig bis 57 Meter hoch und endet nach etwa 100 Metern in einer Spitze über dem hauben- oder muschelförmigen Dach des Gebäudes. Das Bauwerk befindet sich auf einem abgetreppten Sockel, in welchem technische Einrichtungen und Umkleideräume untergebracht sind. Diese Betonsichel hat keine eigentliche Funktion und wird nur zur Beleuchtung des Konzertgebäudes von oben genutzt. Die Außenhaut des Gebäudes ist mit trencadís verkleidet. Die Millionen Bruchstücke weißer Kacheln verleihen dem Gebäude seine strahlende Wirkung und sind eine Referenz an den katalanischen Architekten Antonio Gaudi, der diese Technik beispielsweise im Park Güell verwendet hatte. Die Gestaltung des Sockelgeschosses zeigt Parallelen zu Erich Mendelsohns Einsteinturm in Potsdam, während die Gesamtwirkung und die exponierte Lage am Hafen an das von Jørn Utzon entworfene Opernhaus in Sydney erinnern. In der Literatur wird die Architektur des Gebäudes häufig mit einer Welle oder einem Segelboot in Verbindung gebracht.
Im Inneren des Gebäudes befinden sich zwei Veranstaltungssäle welche sich ein Foyer teilen. Der große Saal (sala principal o Sinfónica) bietet 1658 Zuschauern Platz, während der kleine Saal (sala de Cámara) für 428 Besucher vorgesehen ist.[3] Die Bühne des großen Saals ist 16 Meter tief und 7 Meter breit und verfügt über drei autarke Plattformen; zwei für das Orchester und eine für die Bühnenmaschinerie.[4] Seit Dezember 2005 verfügt der große Saal über eine Orgel. Die Orgelpfeifen passen sich der inneren Gebäudegeometrie an und bilden eine Fortsetzung der länglichen Bögen. Die Orgel des Auditorio besteht aus acht Teilwerken, die sich in einer Distanz von 20 Metern von einer Saalseite bis zur anderen verteilen und damit einen Raumklang entstehen lassen.[5] Beide Säle sind wegen ihrer Akustik und der guten Sichtverhältnisse für viele Veranstaltungen geeignet. Ein Vestibül zwischen dem Durchgang und dem kleinen Kammermusiksaal dämpft akustisch und umgibt diesen. Daneben befinden sich verschiedene kleinere Hallen und Räume, ein Parkhaus und einen Trakt für das Orchestermanagement sowie Lagerräume.[6]
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