Papiertheater sind Miniaturtheater, die als "Ausschneidebogen" in Deutschland und England ungefähr gleichzeitig ab 1810, später auch in anderen europäischen Ländern unter diesem Namen oder als "Juvenile Drama", "Dukketeatret", "Théâtre de papier" oder "Teatro de los Ninos" produziert und verlegt wurden. Sie können als etwas aufwändiger Guckkasten angelegt sein oder als funktionsfähige Bühne "bespielt" werden.
Diese Ausschneidebogen waren im Biedermeier Bestandteil der "Bilderbogenkultur" des 19. Jahrhunderts. Vorläufer waren die Papierkrippen und Guckkästen mit spektakulären Ereignissen und die "Mandelbogen" (Personalbogen zu Berufsgruppen oder dem Militär). Als Kind der Romantik hat es in fast keinem Bürgerhaus gefehlt.
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