Am 7. Juni 1846 eröffneten die Grafen von Nemours und von Montpensiers den zwischen 1842 und 1846 in runder Form erbauten Bahnhof. Der Bahnhof Denfert-Rochereau erhielt außerdem eine nach dem Techniker Jean-Claude-Républicain Arnoux benannte Anlage zum einfacheren Wechsel der Radsätze (Système Arnoux).[1] Gleichzeitig mit der Einweihung des Bahnhofes erfolgte auch die Eröffnung der komplett neuen Eisenbahnstrecke Ligne de Sceaux zwischen Denfert-Rochereau und dem heutigen Pariser Vorort Sceaux, betrieben durch die Compagnie du Sceaux. Die Strecke wurde in einer damals wie heute unübliche Streckenspurweite von 1750 Millimeter betrieben.[2]

 

1895 wurde die Ligne de Sceaux bei einer gleichzeitig stattfindenden Umspurung auf 1450 Millimeter unterirdisch bis zum Gare du Luxembourg verlängert, Denfert-Rochereau war nicht mehr der Endbahnhof der Vorortstrecke. Bis 1937 betrieb die private Compagnie du chemin de fer de Paris à Orléans die Eisenbahnstrecke und elektrifizierte diese auch. Daraufhin ging die Strecke in den Besitz der Compagnie du chemin de fer métropolitain de Paris (CMP) über. Die CMP fusionierte 1948 mit der städtischen Nahverkehrsgesellschaft RATP.[3]

 

1977 verlängerte die RATP die Eisenbahnstrecke vom Gare de Luxembourg weiter unterirdisch bis zum innerstädtischen Großbahnhof Châtelet Les Halles. Mit der Eröffnung des Tunnels begann auch der Betrieb des neuen Pariser Vorortnetzes Réseau Express Régional (RER) auf der Strecke, die Ligne de Sceaux heißt seitdem RER B. Seitdem hat sich der Bahnhof Denfert-Rochereau nicht mehr wesentlich verändert.[3]

 

Seit 1906 besteht auch ein Übergang zu einem gleichnamigen, parallel zum Eisenbahnhof gelegenen Station der Pariser Métro.

 

 

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